Wird das Bageld wirklich abgeschafft?

Bargeldloses Bezahlen gewinnt immer mehr an Bedeutung – egal ob Prepaid Kreditkarte oder klassische Kreditkarte, oder auch Debitcard. Dazu passt dann auch, dass sich die deutsche Bundesregierung für eine Obergrenze bei Bargeldzahlungen von 5.000 Euro in Deutschland einsetzt.

Bargeldsituation in Deutschland

Die Bundesbürger zahlen überwiegend mit Bargeld. Ein Grund dafür könnte die einfache Handhabung sein, aber auch die vermeintliche Sicherheit. Dadurch heben sich die Deutschen stark von anderen Ländern ab – vor allem aus dem skandinavischem Raum. Münzen und Banknoten kommen in Deutschland vor allem bei kleineren Beträgen bis zu 50 Euro zum Einsatz. Bei höheren Beträgen nutzen die Kunden eher ihre Girocard oder Kreditkarte.

EZB möchte den 500-Euro-Schein einstellen
Die EZB hat bekannt gegeben, dass sie die Herstellung und Ausgabe der 500-Euro-Banknote einstellen will. Die Ausgabe des 500-EUR-Scheins soll gegen Ende des Jahres 2018 beendet werden. Die 500-Euro-Note bleibt für Sie als Kunden aber ein gesetzliches Zahlungsmittel und behält ihren Wert.

Die Zentralbank will mit der Einstellung der Banknote gegen illegale Aktivitäten, wie zum Beispiel Geldwäsche, Terrorbekämpfung und Schwarzarbeit vorgehen. Denn ohne Bargeld könnten sämtliche Transaktionen überwacht werden, so die Theorie. Nebenbei wäre auch die Einführung von Negativzinsen für Endkunden denkbar – was eine Frechheit wäre. Im wesentlichen geht es doch dabei um die totale Kontrolle der Bürger.

Banken und Sparkassen können die 500-Euro-Note auch weiterhin als Wertspeicher verwenden. Denn eine Stückelung in 200-Euro-Scheinen nimmt weitaus mehr Platz in Anspruch und damit auch mehr Kosten, weil mehr Tresorräume benötigt werden. Laut der EZB können die 500-Euro-Scheine zukünftig weiterhin unbefristet bei den nationalen Zentralbanken des Eurosystems umgetauscht werden.

5000-Euro-Grenze

In Deutschland soll es eine Obergrenze für Bargeldzahlungen geben – wenn es nach der Bundesregierung geht. Durch diese Maßnahme sollen Geldwäsche, Korruption und Kriminalität bekämpft werden.

Damit würde Deutschland an der oberen Grenze dieser Regelung im Vergleich zu anderen europäischen Ländern liegen: In Frankreich sind es 1.000 Euro und in Griechenland sogar nur 500 Euro. Eigentlich soll eine einheitliche Obergrenze für Bargeldzahlungen innerhalb der Europäischen Union durchgesetzt werden. Was daraus wird, bleibt aber abzuwarten, zumal die Verhältnisse in Griechenland – oder auch anderen Ländern in Europa – nicht mit denen in Deutschland verglichen werden können.

Wo wurde Bargeld schon abgeschafft
Schweden, Dänemark und die USA gelten als Vorreiter bei der Nutzung elektronischer Zahlungsmittel. In den USA zahlen die meisten Kunden auch kleinste Beträge per Kreditkarte. In Schweden und Dänemark scheint die Abschaffung des Bargeldes tatsächlich greifbar zu sein. Neben der starken Verbreitung von Kartenzahlungen setzen die Kunden, sowie der Handel auf mobiles Payment per Smartphone.

Das Problem dabei: 66 Prozent der Deutschen wollen – laut einer Umfrage der ING-DiBa – kein Mobile Payment nutzen. In vielen Ländern hat sich der Umfang der Bargeldnutzung reduziert, in Deutschland lag die Quote dagegen bei 31 Prozent (Stand: 07/2016):

Wird das Bargeld in Deutschland nun abgeschafft?

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat sich im Februar 2016 eindeutig zu diesem Thema geäußert. Laut seiner Aussage wird das Bargeld nicht abgeschafft – aber was heisst das schon! Jeder soll auch zukünftig über so viel Bargeld verfügen, wie er möchte. Und wenn einer sein ganzes Vermögen unter der Matratze verstecken will, dann darf er auch das. Ob das aber so sinnvoll wäre, erscheint fraglich – zumal die Statistiken für Wohnungseinbrüche eine deutliche Sprache sprechen.

 

 


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