Ist eine Prepaid Kreditkarte ohne Schufa-Abgleich sinnvoll

Bei einer sogenannten Prepaid Kreditkarte handelt es sich tatsächlich um eine Guthabenkarte – und nicht um eine klassische Kreditkarte. Das ist im Grunde auch nichts negatives und soweit bekannt, d.h. die Prepeiad Kreditkarte ist nur einsetzbar – wenn sie der Kunde vorher mit Guthaben von seinem Konto auflädt.

Ein beliebtes Argument ist, dass der Bezug einer Prepaid-Kreditkarte ohne Schufa-Anfrage, Gehaltsnachweis oder Post-ID Verfahren möglich ist. Das bedeutet zunächst einmal weniger Aufwand, was ja sehr angenehm ist. Dafür gibt es bei einer Guthaben-Kreditkarte keinen Kreditrahmen, ganz im Gegensatz zu einer klassischen Kreditkarte. Dadurch ist der Nutzer vielleicht etwas unflexibler, da immer erst kontrolliert werden muss, ob die Karte mit Guthaben aufgeladen ist.

Die Nutzer echter Kreditkarten können beispielsweise größere Beträge zahlen, auch wenn das Gehalt erst ein paar Tage später auf dem Verrechnungskonto eingeht. Auch verlangen Mietwagenfirmen häufig eine Kaution, die mit einer aufladbaren Kreditkarte oft nicht bezahlt werden kann. Es gibt aber mittlerweile auch Karten, bei denen dies möglich ist.

Ist eine Debitkarte eine Alternative


Alternativ kann natürlich auch eine Debitkarte genutzt werden, dabei werden die Umsätze direkt vom Girokonto abgebucht – und es ist auch eine laufende Übersichtlichkeit gegeben. Eine gute Alternative ist dabei die Debitkarte der Fidor-Bank, da dort kein Schufa-Abgleich nötig ist, solange der Kunde keinen Dispokreditrahmen nachfragt. Da eine Debitkarte eine 16-stellige Kartennummer hat, eignet diese sich aber besser zum Online-Einkauf.

Worauf in jedem Fall geachtet werden sollte, sind die Gebühren einer Prepaid Kreditkarte – die z.B. bei einem Bargeldbezug fällig werden. Hier empfiehlt es sich, vorher die Angebote zu vergleichen. Dies gilt im übrigen auch beim Aufladen der Karte, also bitte vorher sowohl die Angebote, als auch die Kosten für das Aufladen – und sonstige Gebühren vergleichen.

Fazit
Dennoch gibt es eine Zielgruppe für Prepaid Kreditkarten, zum Beispiel Jugendliche – deren Eltern den finanziellen Überblick behalten wollen – wie viel die Tochter oder der Sohn ausgibt. Auch für Menschen, die wegen eines negativen Schufa-Eintrags keine herkömmliche Kreditkarte bekommen, kann die Prepaid-Karte eine solide Option sein. Im übrigen kann man auch nicht mehr ausgeben, als das ausgewiesene Guthaben auf der Karte, was auch positiv zu bewerten ist wegen der Kostenkontrolle und spontaner und vielleicht unüberlegter Einkäufe.

Eine weitere Alternative kann eine kostenlose Kreditkarte sein, die mittlerweile zum Standard bei vielen Direktbanken gehören. Bei Direktbanken wie der DKB und ING-Diba können Kunden mit der Kreditkarte weltweit gratis Bargeld abheben.